Leukämie bei Menschen mit Down-Syndrom: Was Sie wissen müssen

Was ist Leukämie?

Leukämie ist eine Krebsart, die die weißen Blutkörperchen einer Person betrifft. Leukämie führt dazu, dass der Körper eine große Anzahl abnormaler (nicht normaler) Blutzellen, so genannter Blasten, bildet. Wenn sich zu viele Blasten im Körper einer Person befinden, entwickelt sie Leukämie.

  • Sehr müde
  • Sehr blasse Haut
  • Fieber oder nächtliche Schweißausbrüche
  • Schmerzen in den Knochen oder Gelenken
  • Blutergüsse oder rote Flecken an den Armen oder Beinen
  • Bluten
  • Leichtes Auftreten von Infektionen
  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit (kein Hungergefühl)

Sind Kinder mit Down-Syndrom anfälliger für Leukämie?

Ja. Kinder mit Down-Syndrom haben ein etwas höheres Risiko, an Leukämie zu erkranken, als andere Kinder desselben Alters und Entwicklungsstandes. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind mit Down-Syndrom an Leukämie erkrankt, ist jedoch sehr gering.

Welche Arten von Leukämie gibt es?

  • Die akute myeloische Leukämie (AML) tritt am häufigsten bei Kindern im Alter von 1 bis 4 Jahren auf.
  • Die akute megakaryoblastische Leukämie (AMKL) ist eine seltene Form der AML, die am häufigsten Kinder mit Down-Syndrom betrifft.
  • Die akute lymphatische Leukämie (ALL) tritt am häufigsten bei Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren auf, kann aber in jedem Alter auftreten.
  • Die transiente myeloproliferative Störung (TMD) tritt am häufigsten bei Neugeborenen auf, deren Blutzellen anormal sind. Bei Kindern mit Down-Syndrom kann TMD in AML übergehen.
  • Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist eine Gruppe von Krankheiten, die die Bildung von Blutzellen im Knochenmark (weicher Kern des Knochens) beeinträchtigen. MDS kann zu AML werden.

Wie testen Ärzte auf Leukämie?

Es gibt keine Screening-Tests für Leukämie. Stattdessen testen Ärzte durch einen Bluttest auf Leukämie, wenn ein Kind einige der Symptome aufweist.

Wie behandeln Ärzte Leukämie?

Krebsärzte (auch Hämatologen oder Onkologen genannt) behandeln Krebs mit Chemotherapie. Chemotherapie-Medikamente helfen, die Anzahl der Blastenzellen im Körper zu verringern. Kinder mit Down-Syndrom können empfindlicher auf die Nebenwirkungen der Chemotherapie reagieren. Der Arzt passt die Chemotherapie an, um die Nebenwirkungen zu begrenzen und trotzdem den bestmöglichen Nutzen zu erzielen.

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